Der LinkedIn Insight Tag (snap.licdn.com) misst Conversions und baut Zielgruppen für LinkedIn-Werbung. Daten fließen an LinkedIn/Microsoft (USA).
Der LinkedIn Insight Tag ist kein Analyse-, sondern ein Werbewerkzeug: Er misst, welche Besucher:innen nach einem LinkedIn-Klick eine Conversion auslösen, und speist sie in „Matched Audiences“ für Retargeting ein. Damit erfüllt er dieselbe Funktion wie das Meta-Pixel und unterliegt derselben strengen Einwilligungspflicht nach § 25 Abs. 1 TDDDG — eine einwilligungsfreie Variante gibt es nicht.
Seit LinkedIn zu Microsoft gehört, ist der Transfer über das EU-US Data Privacy Framework grundsätzlich abgesichert, solange Microsoft/LinkedIn zertifiziert bleibt. Das entbindet nicht von der Nennung in der Datenschutzerklärung: Empfänger (LinkedIn Ireland als Verantwortliche gemeinsam mit dir für die Erhebung, Microsoft in den USA für die weitere Verarbeitung), Zweck, Rechtsgrundlage (Einwilligung) und Speicherdauer der Matched Audiences gehören dokumentiert.
Technisch lädt das SDK von snap.licdn.com und setzt bei aktiver Einwilligung Cookies wie li_sugr und bcookie. Der häufigste Fehler ist, den Tag über den Google Tag Manager einzubinden, ohne ihn an den Consent-Status zu koppeln — dann feuert er trotz Ablehnung. Nach dem Setup im privaten Fenster prüfen: Erscheint eine Anfrage an px.ads.linkedin.com vor dem Klick auf „Akzeptieren“?
Marketing-Tracking auf dem Endgerät ist nach § 25 Abs. 1 TDDDG einwilligungspflichtig. Ohne aktive Einwilligung und ohne Nennung in der Datenschutzerklärung fehlt die Rechtsgrundlage.
Der kostenlose Scan prüft das ausgelieferte HTML und zeigt, welche Dienste eingebunden sind, ob ein Cookie-Banner erkannt wird und ob Datenschutz- und Impressum-Link vorhanden sind — mit Einordnung je Fund. Er ersetzt keine Rechtsberatung.
Dieser Text ist eine allgemeine Information nach bestem Wissen, kein Rechtsrat. Für den Einzelfall eine auf IT-Recht spezialisierte Kanzlei hinzuziehen.