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Borlabs Cookie DSGVO-konform einrichten

Borlabs Cookie (borlabs.io) ist ein verbreitetes Consent-Plugin für WordPress. Es kann Skripte zuverlässig bis zur Einwilligung blockieren — die Wirksamkeit hängt aber vollständig davon ab, dass jeder Tracker im Blocker erfasst ist.

Borlabs Cookie arbeitet mit zwei Mechanismen: dem Skript-Blocker, der bekannte Tracker-Skripte anhand ihres Handles oder eines URL-Fragments zurückhält, und dem Content-Blocker, der eingebettete Inhalte (YouTube, Maps, Social-Embeds) durch eine Vorschau mit Zustimmungs-Button ersetzt. Beide müssen aktiv gepflegt werden — Borlabs erkennt neue Skripte nicht automatisch. Wer nach der Installation nur den Banner konfiguriert, hat ein optisches Banner ohne echte Sperre.

Der häufigste Fehler ist ein unvollständiger Skript-Blocker. Analytics-Plugins wie Google Site Kit, Marketing-Plugins mit Pixel-Integration oder Schriftart-Loader schreiben ihren Code oft direkt über wp_head, ohne ein Handle, das Borlabs greifen kann. Solche Fälle brauchen entweder ein URL-Fragment-Muster (z. B. „googletagmanager“) im Blocker oder die Deaktivierung der plugin-eigenen Einbindung zugunsten einer manuellen Einbindung über Borlabs.

Seit Version 3 unterstützt Borlabs Google Consent Mode v2. Das ist für Google-Ads-Kampagnen im EWR praktisch Pflicht, ersetzt aber die Skript-Sperre nicht: Consent Mode passt nur das Verhalten der Google-Tags an den Zustimmungsstatus an, während der Tag selbst weiter geladen wird. Für eine echte Datensparsamkeit sollten die Google-Skripte zusätzlich im Blocker stehen und erst nach Zustimmung feuern.

Ist das ein Risiko?

Ein Consent-Plugin allein macht eine Seite nicht DSGVO-konform. Ist ein Analytics- oder Marketing-Skript nicht als „Cookie“ mit passendem Blocker-Muster in Borlabs hinterlegt, lädt es trotz Ablehnung weiter — dann fehlt für diese Verarbeitung die Rechtsgrundlage nach § 25 Abs. 1 TDDDG. Häufig übersehen: Skripte, die Themes oder andere Plugins direkt in den Head schreiben, sowie serverseitig eingebundene Tags.

Was du tun kannst

Häufige Fragen

Macht Borlabs Cookie meine WordPress-Seite automatisch DSGVO-konform?
Nein. Borlabs stellt das Banner und die Blocker-Infrastruktur bereit, aber jeder Tracker muss manuell als „Cookie“ mit Blocker-Muster hinterlegt werden. Ohne diese Pflege laden nicht erfasste Skripte trotz Ablehnung weiter.
Worin unterscheiden sich Skript-Blocker und Content-Blocker?
Der Skript-Blocker hält JavaScript von Trackern zurück (Analytics, Pixel). Der Content-Blocker ersetzt eingebettete Inhalte wie YouTube- oder Maps-iframes durch eine Vorschau, die erst nach Klick den echten Inhalt lädt.
Brauche ich Google Consent Mode v2 in Borlabs?
Wenn du Google Ads oder Google Analytics für Kampagnen nutzt, ist Consent Mode v2 im EWR faktisch erforderlich. Er ersetzt aber nicht die Skript-Sperre — beide sollten zusammen konfiguriert sein.
Wie prüfe ich, ob Borlabs wirklich blockiert?
Die Seite im privaten Fenster öffnen, Entwicklertools, Tab „Netzwerk“, auf „Ablehnen“ klicken und neu laden. Erscheinen Anfragen an bekannte Tracking-Hosts, fehlt für diese Dienste ein Blocker-Eintrag.

Wie consentglass hilft

Der kostenlose Scan prüft das ausgelieferte HTML und zeigt, welche Dienste eingebunden sind, ob ein Cookie-Banner erkannt wird und ob Datenschutz- und Impressum-Link vorhanden sind — mit Einordnung je Fund. Er ersetzt keine Rechtsberatung.

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Dieser Text ist eine allgemeine Information nach bestem Wissen, kein Rechtsrat. Für den Einzelfall eine auf IT-Recht spezialisierte Kanzlei hinzuziehen.