Cookiebot CMP (cookiebot.com, gehört zu Usercentrics) kombiniert einen monatlichen Cookie-Scan, ein Consent-Banner und eine automatische Skript-Blockierung. Die Wirksamkeit steht und fällt mit der korrekten Einbindung im „Auto-Blocking“-Modus.
Cookiebot arbeitet in zwei Modi. Im automatischen Modus (Auto-Blocking) versucht das Skript, alle bekannten Tracker vor der Einwilligung zu unterbinden, indem es deren Ausführung abfängt. Das funktioniert nur, wenn das Cookiebot-Skript wirklich als erstes im Head steht — jedes Skript davor entzieht sich der Kontrolle. Im manuellen Modus blockiert Cookiebot nichts selbst; stattdessen müssen alle Tags mit type="text/plain" und data-cookieconsent-Attribut ausgezeichnet oder über die Consent-API angebunden werden.
Der monatliche Cookie-Scan ist Cookiebots Kernfunktion, hat aber die üblichen Grenzen automatischer Scanner: Er crawlt eine begrenzte Zahl von Unterseiten, erkennt nur, was zum Scan-Zeitpunkt lädt, und ordnet Cookies anhand einer Datenbank zu, die nicht jeden Nischendienst kennt. Unbekannte Cookies landen in „nicht klassifiziert“ und müssen manuell eingeordnet werden.
Cookiebot gehört seit 2021 zu Usercentrics. Für kleine Websites gibt es einen kostenlosen Tarif (bis 50 Unterseiten), der die Cookiebot-Marke im Banner zeigt. Die bezahlten Tarife erlauben White-Labeling und mehr Unterseiten. Funktional unterscheiden sich die Tarife bei der Blockierung nicht — entscheidend bleibt die korrekte technische Einbindung.
Im manuellen Modus blockiert Cookiebot nichts von selbst — jedes Tag muss dann per data-cookieconsent-Attribut oder über den Google-Consent-Mode angebunden werden. Wird das vergessen, lädt der Tracker trotz Ablehnung und es fehlt die Rechtsgrundlage nach § 25 Abs. 1 TDDDG. Auch der Auto-Blocking-Modus erfasst serverseitig eingebundene und erst nach Interaktion nachgeladene Skripte nicht zuverlässig.
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